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Mit dreistündiger Verspätung kamen wir in Delhi an. Nach einem zweistündigen Schlaf und anschließendem Frühstück ging unsere Rundreise los.

Jami Masjid Moschee Grabmal von Mahatma Gandhi
Als erstes fuhren wir mit dem Bus durch den morgendlichen Verkehr nach Shahjahanabad (Alt-Delhi) zu der Jami Masjid Moschee, auch Freitagsmoschee genannt. Diese größte Moschee Indiens wurde von 1644 bis 1658 errichtet und besitzt zwei Minarette. Sie wurde unter Sultan Ahmed Sahah 1423 n.Chr. erbaut, nach dem auch Ahmedabad benannt ist. Anschließend fuhren wir zum Grabmal von Mahatma Gandhi. Danach ging es zum Vorläufer des Taj Mahal, der Grabstätte des Mogul-Kaisers Humayun. Das Grabmal wurde von seiner Frau Bega Begum erbaut. Unser letztes Ziel am ersten Tag war der Sikhstempel Bangla Sahib Gurdwana. Im Tempel wird das Heilige Buch Grant Sahib verehrt. Außerdem kann man im Tempel kostbare Teppiche, Vorhänge, Malereien und Einlegearbeiten an Wänden und Säulen bestaunen. Der Tempel wurde als Symbol der Offenheit 1589 erbaut. Er wurde durch Muslime zerstört, aber um 1800 wieder aufgebaut.

Sikhstempel Bangla Baha’i-Tempel Sahib Gurdwana
Am zweiten Tag frühmorgens ging es weiter. Wir fuhren nach Neu-Delhi zu dem Baha’i-Tempel, auch Lotustempel genannt. Der Tempel der Baha’i wird mit der Oper in Sydney verglichen. Ihre Religion ist sehr tolerant, und wurde 1844 von Baha’u’Ilah in Persien gestiftet. Als nächstes nahmen wir ein zum Weltkulturerbe gehörendes Bauwerk in Süd-Neu-Delhi unter die Lupe, und das war Qutb Minar, das höchste Minarett Indiens mit einer Höhe von 72,5 m. Das Minarett ist ein Siegeszeichen der Muslime des 12.Jhs. Es steht auf dem Gelände der Quwwat-ul-Islam-Moschee. Die Anlage wurde von Outb-ud-Din Aibak erbaut. Sie ist die älteste Moschee Indiens. Für das Bauwerk ließ er Hindu-Tempel zerstören. Im Innenhof der Moschee steht eine 7 Meter hohe Eisensäule, die wahrscheinlich aus einem Vishnutempel des 4.Jhs. stammt. Die Moschee besteht vorwiegend aus rotem Sandstein.
Grabmal von Humayun Qutb Minar
Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Agra. Zirka 8km vor Agra machten wir in Sikandra halt. Dort besichtigten wir das Mausoleum des Mogul-Kaisers Akbar. Der Baubeginn des Grabmals war 1602.Im Jahr 1605 verstarb Akbar. Danach wurde das Grabmal von Jahangir vergrößert. Anstelle von Sandstein wurde jetzt Marmor verwendet. Sein Grabmal befindet sich auf dem Dach. Auf unserer weiteren Reise kam der Name Akbar immer mal wieder vor.
Quwwat-ul-Islam-Moschee Mausoleum von Afzahl Khan
Am nächsten Tag besuchten wir zuerst eines der schönsten Bauwerke und ebenfalls zum Weltkulturerbe gehörend; das Taj Mahal. Das Mausoleum wurde 1631 begonnen und nach 22 Jahren fertig gestellt. Bis zu 20000 Arbeiter und Künstler arbeiteten an dem Bauwerk. Erbauer war Mogul-Kaiser Shah Jahan. Er ließ das Grabmal für seine geliebte Königin Mumtaz Mahal, übersetzt (Perle des Palastes), erbauen. Mumtaz Mahal gebar ihrem Kaiser in 17 Jahren 14 Kinder. Bei der letzten Geburt starb sie. Das Mausoleum ist aus fleckenlosem weißen Marmor. An den Wänden sind wunderbare Einlegearbeiten mit Halbedelsteinen und Edelsteinen. Links vom Bauwerk steht eine Moschee, rechts ein identisches Gebäude, das als Gästehaus genutzt wurde.

Mausoleum des Taj Mahal Itimad Ud-Daulah
In Agra erhebt sich ein Mausoleum aus weißem Marmor, das, obwohl weniger prachtvoll und bekannt als das weltberühmte Taj Mahal, zweifellos ein Kleinod der Mogulkunst des 17. Jahrhunderts darstellt. Der exquisite Grabbau wurde im Auftrag der Kaiserin Nur Jahan für ihre Eltern errichtet und 1628 vollendet. Der aus Persien stammende Vater der Kaiserin, Mirza Ghiyas Beg, war unter den Mogulkaisern Akba und Jahangir, seinem Schwiegersohn, zu höchsten Ämtern aufgestiegen, ausgezeichnet mit dem Ehrentitel Itimad Ud-Daulah, "Stütze des Staates". Als Vorläufer des Taj Mahal weist das Mausoleum des Itimad Ud-Daulah eine Reihe architektonischer und dekorativer Besonderheiten auf: die Verkleidung der gesamten Oberfläche des Gebäudes mit weißem Marmor, die Ecktürme in Gestalt von Minaretten, der Reichtum an Halbedelstein-Inkrustationen sowie die Vorliebe für florale Motive.

Eingang zum Taj Mahal Taj Mahal
Agra war für kurze Zeit Hauptstadt von Indien. Humayum verlegte den Sitz wieder nach Delhi. Unsere Reise ging jetzt zum Agra Fort. Das Fort liegt am Yamuna Fluß. Es wurde von 1565-1573 erbaut in der Amtszeit von Akbar (1556-1605). Mit dem Bau dieser Festung kam Leben nach Agra. Wiederum hatte Akbar die Idee und entwickelte 1566 erstmals ein Baukonzept der Mogule.

Eingang zum roten Fort Agra Wassermann
Die meisten Paläste und Bauwerke von ihm wurden zum größten Teil zerstört. Der Enkel von Shah Jahan ersetzte die zerstörten Gebäude durch strahlend weiße Marmorbauten. Der Sohn von Shah Jahan ließ seinen Vater ins Fort einsperren. Dieser hatte nur Sichtkontakt zum Grabmal seiner Frau Mumtaz Mahal. Der Grund dafür war, daß jener gegenüber dem Taj Mahal ein Ebenbild vom Taj Mahal in schwarzem Marmor für sich erbauen lassen wollte. Shah Jahan wurde zur linken Seite seiner Frau beigesetzt.
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